
Ich bin Ursula Fleischmann
Ich glaube daran, dass Verstehen der Anfang von Veränderung ist.
Manchmal stecken wir in Situationen fest, obwohl wir uns längst wünschen, dass sich etwas verändert. Wir haben vieles versucht, uns angestrengt und nach Lösungen gesucht – und trotzdem kommen wir nicht wirklich weiter.
Ich bin überzeugt, dass es oft nicht an fehlendem Willen oder mangelnder Anstrengung liegt. Sondern daran, dass wir noch nicht verstanden haben, was hinter unseren Schwierigkeiten, Reaktionen oder wiederkehrenden Mustern steckt. Oder wir haben noch nicht die eine Strategie gefunden, die wirklich zu uns und unserem Leben passt.
Mich fasziniert, was möglich wird, wenn wir beginnen, uns selbst und andere besser zu verstehen. Wenn wir gewohnte Sichtweisen hinterfragen, Zusammenhänge erkennen und plötzlich Möglichkeiten entdecken, die vorher nicht sichtbar waren.
Genau das möchte ich mit meiner Arbeit ermöglichen.
Verstehen. Perspektive ver ändern. Potenzial entfalten.
Dieser Gedanke ist für mich mehr als ein Leitsatz. Er beschreibt die Haltung, die mich persönlich geprägt hat und die meine Arbeit als Coach bestimmt.

Mein Weg zum Coaching
Mehr als 20 Jahre habe ich in der Unternehmenskommunikation gearbeitet und Veränderungsprozesse begleitet. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie unterschiedlich Menschen auf Veränderungen reagieren – und wie entscheidend es ist, ihre Perspektiven, Bedürfnisse und Sorgen zu verstehen.
Besonders bei größeren Umstrukturierungen wurde mir immer wieder bewusst, dass Veränderungen nicht allein durch gute Strategien gelingen. Sie müssen auch von den Menschen mitgetragen werden, die davon betroffen sind. Denn während diejenigen, die Veränderungen planen und entscheiden, gedanklich oft schon mehrere Schritte weiter sind, stehen andere vielleicht noch ganz am Anfang ihrer Auseinandersetzung damit.
Gleichzeitig habe ich selbst erfahren, was es bedeutet, wenn der eigene berufliche Weg irgendwann nicht mehr zu einem passt. Über viele Jahre hatte ich zunehmend das Gefühl, mich nicht so weiterentwickeln zu können, wie ich es gebraucht hätte. Irgendwann wurde mir klar: Nicht ich musste mich noch stärker anpassen, sondern ich musste etwas verändern.
In dieser Phase begegnete mir das Thema Coaching. Und ich wusste erstaunlich schnell:
Das ist es, wonach ich schon so lange gesucht hatte.
Denn hier fand ich vieles wieder, was mich schon immer interessiert und angetrieben hat: Menschen und ihre Verhaltensweisen verstehen, Zusammenhänge erkennen, gewohnte Sichtweisen hinterfragen und neue Möglichkeiten entdecken.
Mit meiner Ausbildung zum Life & Business Coach habe ich diesen Weg schließlich auch beruflich eingeschlagen.
Heute verbinde ich meine langjährige Erfahrung aus der Unternehmenswelt mit meiner Coachingkompetenz und meiner persönlichen Erfahrung mit Veränderung. Ich weiß, dass Veränderung nicht immer leicht ist – selbst dann nicht, wenn wir sie uns wünschen. Aber ich habe auch erlebt, wie viel möglich wird, wenn wir beginnen, unsere eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und neue Wege zuzulassen.
Warum mir ADHS besonders am Herzen liegt
ADHS ist für mich weit mehr als ein fachliches Thema. Als Mutter eines Kindes mit ADHS kenne ich viele Herausforderungen aus eigener Erfahrung – die intensiven Gefühle, die alltäglichen Konflikte und die Momente, in denen selbst kleine Dinge unglaublich viel Kraft kosten können.
Ich weiß aber auch, wie viel sich verändern kann, wenn wir beginnen, das Verhalten eines Kindes besser zu verstehen. Wenn wir erkennen, dass hinter vermeintlichem Trotz, fehlender Motivation oder heftigen Reaktionen oft ganz andere Ursachen stecken, verändert sich auch unser Umgang damit.
Dabei musste ich selbst vieles lernen. Zum Beispiel, nicht auf jeden Gefühlsausbruch unmittelbar zu reagieren, eigene Erwartungen zu hinterfragen und zu akzeptieren, dass auch Eltern Grenzen haben. Vor allem habe ich erfahren, dass Verständnis nicht bedeutet, alles hinzunehmen. Sondern bewusster zu entscheiden, wann wir Orientierung geben, wann wir unterstützen und wann es besser ist, erst einmal loszulassen.
Diese Erfahrungen haben mein Interesse an den neurologischen und psychologischen Zusammenhängen von ADHS weiter vertieft.
Heute möchte ich dazu beitragen, dass Kinder mit ADHS nicht nur an ihren Schwierigkeiten gemessen werden, sondern mit ihren individuellen Bedürfnissen und Stärken gesehen werden. Und dass Eltern, Familien und andere Bezugspersonen Wege finden, die nicht nur dem Kind helfen, sondern auch sie selbst entlasten.
Belastungsmanagement & Resilienz – auch ein persönlicher Lernweg
Nicht jede Belastung entsteht durch Zeitdruck oder zu viele Aufgaben. Manchmal sind es Lebensumstände, anhaltende Verantwortung oder Situationen, die sich über lange Zeit nicht verändern lassen.
Auch ich habe beruflich wie privat über viele Jahre erlebt, was es bedeutet, mit unterschiedlichen und teilweise sehr hohen Belastungen umzugehen. Dabei habe ich lange geglaubt, dass ich schwierige Situationen vor allem eines müsse: durchhalten.
Erst mit der Zeit habe ich gelernt, die Warnsignale meines Körpers ernst zu nehmen, eigene Bedürfnisse nicht immer zurückzustellen und zu erkennen, wann es besser ist, Grenzen zu setzen oder einen anderen Weg einzuschlagen.
Heute weiß ich: Resilienz bedeutet nicht, alles aushalten zu müssen. Sie bedeutet vielmehr, die eigene Situation zu hinterfragen, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und bewusst für die eigene Gesundheit und Lebensqualität einzustehen.
Diese Erfahrungen verbinde ich mit meiner fachlichen Perspektive auf Menschen, Organisationen und Veränderungsprozesse. Denn ob im Beruf oder im Privatleben: Nachhaltige Veränderung gelingt selten allein durch noch mehr Anstrengung. Oft beginnt sie damit, die eigenen Bedürfnisse, Belastungsgrenzen und Möglichkeiten besser zu verstehen.
Wie ich als Coach arbeite
Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und seine Sicht auf die Welt mit. Deshalb gibt es für mich keine Lösungen von der Stange.
In meiner Arbeit ist es mir wichtig, zunächst wirklich zu verstehen, was jemanden beschäftigt, welche Zusammenhänge eine Rolle spielen und was bisher vielleicht übersehen wurde. Dabei verbinde ich fachliches Wissen mit einem offenen Blick für den Menschen und seine individuelle Situation.
Dabei sind mir vier Dinge besonders wichtig:
Zuhören und verstehen
Ich höre aufmerksam zu, frage nach und nehme mir Zeit, auch das zu betrachten, was hinter dem unmittelbar sichtbaren Problem liegt.
Zusammenhänge erkennen
Oft beeinflussen sich verschiedene Faktoren gegenseitig. Gemeinsam betrachten wir diese Wechselwirkungen, statt nur einzelne Symptome oder Verhaltensweisen verändern zu wollen.
Neue Perspektiven entwickeln
Ich hinterfrage gewohnte Denkmuster, gebe Impulse und unterstütze dabei, Situationen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Nicht jede bisherige Überzeugung muss richtig bleiben.
Veränderungen im Alltag verankern
Erkenntnisse allein reichen selten aus. Deshalb entwickeln wir gemeinsam konkrete, realistische Schritte, probieren neue Wege aus und passen sie an, wenn sie sich im Alltag nicht bewähren.

Mein Ziel ist nicht, Menschen vorzugeben, wie sie leben oder arbeiten sollen. Ich möchte sie dabei unterstützen, ihre eigenen Möglichkeiten zu erkennen und Veränderungen so zu gestalten, dass sie zu ihnen und ihrer Lebenssituation passen.
